«Kein Lohn unter 23.-»: Gewerkschaften und linke Parteien gemeinsam für einen starken Mindestlohn!

«Kein Lohn unter 23.-»: Gewerkschaften und linke Parteien gemeinsam für einen starken Mindestlohn!

Voraussichtlich im Juni 2021 wird das Basler Stimmvolk die Chance haben, Tieflöhnen einen Riegel zu schieben. Mit der Annahme der kantonalen Mindestlohn-Initiative «Kein Lohn unter 23.-» können die Baslerinnen und Basler sicherstellen, dass, wie von der Kantonsverfassung gefordert, alle Arbeitnehmenden von ihrem Lohn leben können. Für das Initiativkomitee stellt sich die Frage eines Rückzugs der überzeugenden Initiative nicht. Das Komitee wird sich in den kommenden Monaten mit grossem Engagement für ein Ja zur Initiative «Kein Lohn unter 23.-» einsetzen.

Ein gesetzlicher Mindestlohn muss sicherstellen, dass alle Arbeitnehmer*innen ein Einkommen erzielen, welches zum Leben reicht. Das Initiativkomitee sieht es als eine Selbstverständlichkeit, dass jede*r von einer Vollzeitstelle leben können muss. Die Initiative sieht dafür einen Mindestlohn von brutto 23 Franken pro Stunde oder umgerechnet rund 4000 Franken pro Monat vor. Die Mindestlohn-Initiative ist ein wichtiger Schritt, damit der Arbeitsmarkt der humanitären, sozialen Tradition und dem Wohlstand des Kantons Basel-Stadt gerecht werden kann. Dieses Begehren entlastet zudem die öffentliche Hand, da es ganz konkret Lohndumping unterbindet und damit den Bedarf für staatliche Hilfe senkt.

Das Initiativkomitee hat aufgrund verschiedenen Einschätzungen innerhalb der Organisationen entschieden, sich nicht aktiv zum Gegenvorschlag zu positionieren. Den einzelnen Organisationen ist dies freigestellt. Die verschiedenen linken und gewerkschaftlichen Organisationen, welche die Initiative lanciert haben, werden sich deshalb gemeinsam mit grossem Engagement dafür einsetzen, dass Erwerbstätige im Kanton von einer Vollzeitstelle leben. Sie werden gemeinsam für ein Ja zur Volksinitiative «Kein Lohn unter 23.-» kämpfen.